Dienstag, 17. Mai 2011

Kopenhagen


Erstmal das Negativste vorweg: Es gibt ganz schrecklichen Kaffee in Kopenhagen. Ich war in drei völlig verschiedenen Cafés in drei verschiedenen Stadtteilen (um vor dem Wetter zu fliehen) und der Espresso war genau gleich mies: viel zuviel Wasser und extrem sauer. Als ich dann am letzten Tag beschlossen hatte, gar keinen Kaffee mehr auszuprobieren, sondern die tolle Auswahl an Säften und Smoothies zu nutzen, wurde alles besser. Die großartige Kette Joe & The Juice zum Beispiel macht Kaffee (den ich nach meiner Kapitulation nicht gekostet habe), frische Sandwiches und vor allem leckere Saftkreationen mit fantasievollen Namen. Besonders toll für Ingwerfans: Wenn in dem jeweiligen Saft nicht sowieso schon Ingwer ist, kann man sich einen Ginger Shot dazubestellen... Schade, dass es Joe & The Juice nur in London und Dänemark gibt! Obwohl, bei den Preisen könnte ich mir das eh nicht ständig leisten – also am besten den Kronen-Preis erst gar nicht umrechnen, dann ist man glücklicher. Übrigens scheint die Saft-Kette darauf zu achten, dass mindestens 50% der anwesenden Baristas typisch dänisch und ziemlich lecker aussehen ;)



Teuer ist eigentlich alles in Kopenhagen. Bis auf das durchaus sehenswerte Nationalmuseum, da kommt man umsonst rein. Aber Kino, Klamotten, Essen und Getränke sind sauteuer, selbst bei Netto (der zählt zusammen mit LEGO zu den Dingen, von denen ich nicht wusste, dass sie aus Dänemark stammen). Außer man hat Glück und landet in einem Restaurant in Uni-Nähe, das zufällig an diesem Tag alle Speisen zum halben Preis anbietet – und in diesem Fall ist es wirklich die Hälfte des Preises, den man im Rest der Stadt bezahlt. Das betreffende Restaurant heißt übrigens dalle valle und ist absolut zu empfehlen. Ich war überrascht, wie unglaublich nett alle Service-Angestellten in Kopenhagen sind, auch zu den dem Dänischen nicht mächtigen Touristen. Für alle, die fruchtigen süßen Mischgetränken nicht abgeneigt sind, ist die große Auswahl an Cider, die ich schon in Schweden genossen habe, super: Diesmal habe ich außer Birne und Apfel mal Holunderblüte und Erdbeer-Limette probiert, sooo lecker! Aber mit dem typisch britischen Cider (Strongbow oder so) hat es zugegebenermaßen nicht mehr viel zu tun.




Wenn man übrigens leckeren Cider, Smoothies und zum Essen viel zu hübsche Cupkaces haben und sich dabei nicht mehr als 5 Meter bewegen will (was allerdings nach den Cupcakes zu empfehlen wäre), dann muss man in die Sværtegade gehen, da gibt es einen Joe & The Juice (kombiniert mit einem Klamottenladen!), die Bar ZOO und den Cupcake-Laden Agnes direkt nebeneinander.



Obwohl das Wetter zehnminütig zwischen Regen, Sonnenschein und Hagel gewechselt hat, konnte mich Kopenhagen von seinen Vorzügen überzeugen. Der skandinavische Charme ist unverkennbar, die Stadt wirkt ruhig, entspannt und sauber und ich muss unbedingt nochmal hin um alles zu sehen, was mir diesmal entgangen ist. Da fast alle Läden samstags schon um 16 Uhr schließen und Sonntags ganz zu haben, sind Wochenend-Trips fürs Shopping eher schwierig. Glücklicherweise hab ich's aber doch noch gaanz kurz zu Monki geschafft...
Ein klarer Vorteil für Kopenhagen ist auch, dass der Flughafen tatsächlich in nur 12 Minuten vom Hauptbahnhof aus zu erreichen ist. Da unser Hotel nur zwei Minuten von diesem Bahnhof entfernt war und die Flugzeit nach Berlin nur 45 Minuten beträgt, ist man unfassbar schnell am Ziel, ohne nervige Shuttle-Busse und so. Wird auf jeden Fall wiederholt, das nächste Mal aber im Sommer!


Kommentare:

  1. Ha, jetzt habe ich endlich herausgefunden, warum das Sexmuseum nicht in deinem neuen Reiseführer auftauchte, obwohl ich schwören konnte, dass das mitten in der Fußgängerzone liegt und wir 2006 mehrfach daran vorbeigelaufen sind, als wir dort waren.

    Das Sexmuseum hat das gleiche Schicksal ereilt wie Borders an der Oxford Street: Gibt's nicht mehr.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Museum_Erotica

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  2. Oh, dann muss ich mich wohl bei meinem Reiseführer entschuldigen!
    Das Sexmuseum hatte bestimmt nicht genügend Zulauf, da Kopenhagen ja vor allem ein Rentner-Reiseziel zu sein scheint...

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  3. Hey. Good News for you guys. Joe & the Juice gibt es ab April 2 mal in Hamburg zu finden. Liebe Grüße euer Juicer.

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  4. Ah, so wahr!!!! Super Beitrag. Aber: Du hättest den Kaffee bei Joe & the Juice probieren sollen. Der beste Kaffee den ich je getrunken habe!

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