Samstag, 28. Mai 2011

Kein Reisetipp: Osterode am Harz


Manchmal ist es ja auch gar nicht schlecht zu wissen, was man sich ersparen kann. Falls einer der angeblich 23.000 Einwohner Osterodes (wo haben die sich bloß alle versteckt?!) diesen Beitrag lesen sollte: Ich war nur einen Tag da und habe bestimmt die Stadt nur nicht richtig zu schätzen gelernt. Für alle anderen: Macht woanders Urlaub!
Ich war letztes Wochenende für die Schulung eines Sprachreiseunternehmens in einer Jugendherberge in Osterode. Name: "Mit Harz und Seele" - ist das nicht harzallerliebst? Um zu genannter Herberge zu gelangen, muss man einmal durch die gesamte Altstadt laufen. Die ist schon irgendwie süß; ich habe noch nie außerhalb Baden-Württembergs so viele Fachwerkbauten auf einem Haufen gesehen und es ist wahnsinnig sauber und mit Blümchen geschmückt... und stinklangweilig. Denn was fehlt, sind Menschen. Es gab noch nicht einmal vorbeifahrende Autos, die man nach dem Weg hätte fragen können. Gut, es war ein Sonntag, aber man stelle sich bitte mal die von Brunchern und Bummlern überfüllten Gehwege Berlins vor!
Man mag mit Recht entgegnen, dass man in den Harz auch nicht wegen seiner flippigen Großstädte, sondern wegen der Natur fährt. Die ist ja auch wirklich... äh, grün. Von der Bahn aus konnte ich tatsächlich auch ein paar Berge sehen, aber nicht in einer Größendimension, die mich als Fast-Schwarzwälderin hätte beeindrucken können. Trotzdem ist es bestimmt ganz nett, dort zu wandern. Und eine Burg soll es bei Osterode auch geben.
Wirklich lustig ist allerdings der "Bahnhof" von Osterode, den wir beim Rückweg trotz Navi und Wegbeschreibung nicht wiedergefunden haben. Es gibt nämlich kein Bahnhofshäuschen, sondern einen klitzekleinen durchsichtigen Unterstand. Ich hatte mich schon gewundert, warum auf dem Ausdruck meiner Bahnverbindung keine Gleisnummer angegeben war, aber natürlich - es gibt eben nur eines. Für beide Richtungen. Da ist jede Berliner Straßenbahnhaltestelle größer!
Oje, ich bin ein Großstadtsnob geworden.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Same procedure as every year


Was ist nur mit den isländischen Vulkanen los! Was haben die in den letzten Jahren bloß für ein Geltungsbedürfnis entwickelt? Wollten die auch unbedingt mal in die internationalen Medien oder was? Wenn es das war, dann haben sie ja ihr Ziel inzwischen erreicht und können aufhören, wie wild herumzuspucken und ganz Europa mit ihrer Asche zu terrorisieren.

Als ich am Montag im Büro in den Radionachrichten vom Ausbruch des Grímsvötn und ersten gestrichenen Flügen in Irland und Großbritannien hörte, dachte ich echt, die lesen aus Versehen die Nachrichten vom letzten Jahr vor. Und nachdem ich mich auf Google etwas ausführlicher informiert hatte, machte ich drei Kreuze, dieses Jahr warm, trocken und sicher im Büro in Berlin zu sitzen und bis Oktober keine fluggebundenen Reisepläne zu haben. Doch ein Blick auf die Facebookstartseite genügt, um zu sehen, dass auch dieses Jahr wieder einige Leute betroffen und genervt sind.

Letztes Jahr erschien mir die ganze Sache noch viel absurder: Ich saß mit zwei Freunden mit unfassbar günstigen Cocktails und noch günstigerem Angkor Wat-Bier am Strand von Sihanoukville , als ich die SMS meines Ex-Freundes erhielt: "Der Frankfurter Flughafen ist wegen isländischer Vulkanasche gesperrt." Wir wussten nicht so richtig, ob wir das für einen verspäteten Aprilscherz, eine unwichtige Meldung oder eine tatsächlich relevante Nachricht für unsere weitere Reiseplanung halten sollten. Kurz darauf schrieb meine Mutter, dass sie allein zu Hause sei, weil mein Vater in Hongkong festsitze und sie auf der Terrasse die Ruhe ohne Flugzeuge genieße. Wenige Stunden später rief mein Vater aus Hongkong an und berichtete, dass er mit zahlreichen Kollegen festsitze und sich jetzt erstmal ein Hemd schneidern lasse. Wir tranken noch ein paar günstige Bier und stellten uns vor, dass es in ganz Europa völlig dunkel sei wie nach einem Bombenangriff, weil wir nicht wussten, wie man sich die flugverkehrsgefährdende Vulkanasche sonst vorzustellen hat.

Die nächsten Tage verbrachten wir neben den normalen Alltagsreiseaktiviäten in Phnom Penh mit dem regelmäßigen Schauen der Nachrichten der Deutschen Welle, die sich um nichts anderes mehr drehten als gestrandete Passagiere, gestrandete Waren, gestrandetes Gepäck, überforderte Fluggesellschaften, busreisende Kanzlerinnen und einen knallharten Ramsauer (oder ist das dieses Jahr neu?). Ich telefonierte regelmäßig mit meinem gestrandeten Vater, der die verlängerte Dienstreise mit Bootsrundfahrten mit gestrandeten Piloten und gestrandeten Flugbegleiterinnen verbrachte und mir riet, so lange in Phnom Penh zu bleiben, bis wieder Flüge von Bangkok nach Europa gingen.



Sobald die ersten Flüge aus Hongkong starteten, stieg mein Vater dort ins Flugzeug und ich in Phnom Penh. Das war eine ganz blöde Idee und der Grund, weshalb ich bis heute schlecht auf Bangkok und isländische Vulkane zu sprechen bin. Denn die Tatsache, dass in Bangkok wieder Flüge nach Frankfurt starteten, hieß leider nicht, dass ich zu den ersten der etwa 900 rückgestauten Passagiere gehörte, die mitfliegen durften. Abend für Abend startete die 23:55 Maschine ohne mich in Richtung Europa. Und im Gegensatz zur Kanzlerin stand bei mir die Möglichkeit, mit dem Bus zu reisen, völlig außer Frage.

Drei unendlich lange Abende am Flughafen, drei kurze Nächte zwischen bekifften Backpackern auf der Khao San, einige verheulte Telefonate mit Papa, einen viertstelligen Ticketpreis und den ersten Businessclassflug meines Lebens später war dann meine persönliche Eyjafjallajökull-bedingte Odysee in Frankfurt beendet - eindeutig luxuriöser als bei Frau Merkel.

Und dieses Jahr muss ich mich glücklicherweise nicht auf die Deutsche Welle (die ich ja nicht mehr mag, weil sie mich inzwischen ZWEI Mal als Volontärin abgelehnt haben) und Telefonate in die Heimat angewiesen zu sein. Stattdessen kann ich zu Hause auf dem Sofa sitzen, Tagesschau gucken, Mitleid mit allen betroffenen Passagieren haben und mich zu freuen, dass ich gleich in mein eigenes Bett gehen kann.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Kiffen und Kunst – die besetzte Stadt


Besonders beeindruckt hat mich in Kopenhagen die Stadt in der Stadt: Christiania. Da in Berlin vor kurzem auch das besetzte Haus in der Liebigstraße weichen musste, ist es um so erstaunlicher, dass es in Kopenhagen ein so großes autonomes Gebiet gibt – Wikipedia zu Folge 34 Hektar. Seit den Siebzigern ist hier ein ganzer Stadtteil besetzt und auf der Stadtkarte nur als grauer Fleck eingezeichnet. Eine Karte wäre auch schwierig, bei den vielen kleinen Wegen und selbstgebauten Holzhütten, für die niemals jemand eine Baugenehmigung beantragt hat... Da man dort eigentlich nicht fotografieren soll (es gibt jede Menge Verbotsschilder), stelle ich mir vor, dass auch Vermesser nicht besonders willkommen sind. Tagsüber kann man sich als Tourist in der Freistadt ganz angstfrei bewegen – wenn man nicht gerade die Bewohner beim Drogenhandel fotografiert. Wie es nachts dort ist, kann ich nicht sagen... hat das von euch schon jemand ausprobiert?!
Außer dem auf fahrbaren Ständen verkauften Gras und den vereinzelten alkoholisierten Auf-dem-Boden-Schläfern gibt es in Christiania aber vor allem eines: Kunst. Alle Hauswände und Mauern sind bunt bemalt, überall haben die Bewohner Skulpturen aufgestellt und viele der Häuser sind architektonische Meisterleistungen – wenn auch ein bisschen wackelig aussehend. Auf dem Hauptplatz werden selbstgefertigte Klamotten und Kunsthandwerk verkauft und es gibt Jazzclubs und vegetarische Restaurants. Es geht hier also nicht nur um Drogen, sondern um eine alternative Lebensweise, zu der auch Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit gehören. Auf Mülltrennung wird großen Wert gelegt, und daher ist es auch erstaunlich sauber in Christiania – so ganz ohne staatliche Müllabfuhr. Allerdings könnten die überall frei herumlaufenden Hunde vielleicht den ein oder anderen abschrecken. Es gibt übrigens durchaus ein paar Regeln, zum Beispiel das Verbot von harten Drogen und von Gewaltanwendung, die bei Sitzungen im Versammlungsaal besprochen werden.




Ich persönlich fand den besetzten Stadtteil unglaublich interessant. An jeder Ecke gibt es kleine Details, die die (möglicherweise durch bewusstseinserweiternde Substanzen unterstützte) Kreativität der Aussteiger zeigen. Auf kleinstem Raum hat sich eine riesige Menge an Urban Art angesammelt und die Atmosphäre ist trotz der immer zahlreicheren Touristen anders als ich es jemals irgendwo anders erlebt habe. Ich kann gut verstehen, dass die Stadt Kopenhagen das autonome Gebiet noch nicht hat räumen lassen – sie weiß wohl, dass sie da ein ganz besonderes, lebendiges und sich ständig veränderndes Museum und soziales Experiment besitzt.

                                                                     [der Ausgang]

Dienstag, 17. Mai 2011

Kopenhagen


Erstmal das Negativste vorweg: Es gibt ganz schrecklichen Kaffee in Kopenhagen. Ich war in drei völlig verschiedenen Cafés in drei verschiedenen Stadtteilen (um vor dem Wetter zu fliehen) und der Espresso war genau gleich mies: viel zuviel Wasser und extrem sauer. Als ich dann am letzten Tag beschlossen hatte, gar keinen Kaffee mehr auszuprobieren, sondern die tolle Auswahl an Säften und Smoothies zu nutzen, wurde alles besser. Die großartige Kette Joe & The Juice zum Beispiel macht Kaffee (den ich nach meiner Kapitulation nicht gekostet habe), frische Sandwiches und vor allem leckere Saftkreationen mit fantasievollen Namen. Besonders toll für Ingwerfans: Wenn in dem jeweiligen Saft nicht sowieso schon Ingwer ist, kann man sich einen Ginger Shot dazubestellen... Schade, dass es Joe & The Juice nur in London und Dänemark gibt! Obwohl, bei den Preisen könnte ich mir das eh nicht ständig leisten – also am besten den Kronen-Preis erst gar nicht umrechnen, dann ist man glücklicher. Übrigens scheint die Saft-Kette darauf zu achten, dass mindestens 50% der anwesenden Baristas typisch dänisch und ziemlich lecker aussehen ;)



Teuer ist eigentlich alles in Kopenhagen. Bis auf das durchaus sehenswerte Nationalmuseum, da kommt man umsonst rein. Aber Kino, Klamotten, Essen und Getränke sind sauteuer, selbst bei Netto (der zählt zusammen mit LEGO zu den Dingen, von denen ich nicht wusste, dass sie aus Dänemark stammen). Außer man hat Glück und landet in einem Restaurant in Uni-Nähe, das zufällig an diesem Tag alle Speisen zum halben Preis anbietet – und in diesem Fall ist es wirklich die Hälfte des Preises, den man im Rest der Stadt bezahlt. Das betreffende Restaurant heißt übrigens dalle valle und ist absolut zu empfehlen. Ich war überrascht, wie unglaublich nett alle Service-Angestellten in Kopenhagen sind, auch zu den dem Dänischen nicht mächtigen Touristen. Für alle, die fruchtigen süßen Mischgetränken nicht abgeneigt sind, ist die große Auswahl an Cider, die ich schon in Schweden genossen habe, super: Diesmal habe ich außer Birne und Apfel mal Holunderblüte und Erdbeer-Limette probiert, sooo lecker! Aber mit dem typisch britischen Cider (Strongbow oder so) hat es zugegebenermaßen nicht mehr viel zu tun.




Wenn man übrigens leckeren Cider, Smoothies und zum Essen viel zu hübsche Cupkaces haben und sich dabei nicht mehr als 5 Meter bewegen will (was allerdings nach den Cupcakes zu empfehlen wäre), dann muss man in die Sværtegade gehen, da gibt es einen Joe & The Juice (kombiniert mit einem Klamottenladen!), die Bar ZOO und den Cupcake-Laden Agnes direkt nebeneinander.



Obwohl das Wetter zehnminütig zwischen Regen, Sonnenschein und Hagel gewechselt hat, konnte mich Kopenhagen von seinen Vorzügen überzeugen. Der skandinavische Charme ist unverkennbar, die Stadt wirkt ruhig, entspannt und sauber und ich muss unbedingt nochmal hin um alles zu sehen, was mir diesmal entgangen ist. Da fast alle Läden samstags schon um 16 Uhr schließen und Sonntags ganz zu haben, sind Wochenend-Trips fürs Shopping eher schwierig. Glücklicherweise hab ich's aber doch noch gaanz kurz zu Monki geschafft...
Ein klarer Vorteil für Kopenhagen ist auch, dass der Flughafen tatsächlich in nur 12 Minuten vom Hauptbahnhof aus zu erreichen ist. Da unser Hotel nur zwei Minuten von diesem Bahnhof entfernt war und die Flugzeit nach Berlin nur 45 Minuten beträgt, ist man unfassbar schnell am Ziel, ohne nervige Shuttle-Busse und so. Wird auf jeden Fall wiederholt, das nächste Mal aber im Sommer!


Montag, 16. Mai 2011

Wo liegt eigentlich Aserbaidschan?

Und ist das wirklich noch Europa? Das waren zwei Fragen, die wir uns im Laufe des Samstagabends immer wieder stellten. Denn zum ersten Mal in meinem Leben habe ich tatsächlich den Gran Prix d' Eurovision de la Chanson geguckt. In den vorherigen 25 Jahren ist dieses kulturelle Ereignis irgendwie immer völlig an mir vorüber gegangen. Selbst dem Lena-Hype habe ich mich gänzlich entzogen. Ich kann mich noch nichtmal im entferntesten daran erinnern, was ich letztes Jahr am Grand Prix-Wochenende getan haben könnte. Ferngesehen habe ich auf jeden Fall nicht.

Ohne ein Lena-Fan in irgendeiner Art zu sein und in der festen Überzeugung, dass sie dieses Jahr sicher gaaaaaaaaaanz schlecht abschneidet, weil niemand in Europa will, dass Deutschland und Lena gleich zwei Jahre in Folge gewinnt und dass eine ganz dumme Idee von Stefan Raab war, startete ich also in europäische Fernseheregnis des Wochenendes. Denn wenn sogar die Australier echte Eurovisionsfans sind, kann es nicht sein, dass ich mich als Europäerin gar nicht dafür interessierte. Eigentlich wollte ich mit meiner Mitbewohnerin und ihren Freundinnen ins Freiluftkino in Kreuzberg. Da das Wetter für eine solche Open-Air-Veranstaltung aber recht suboptimal war, wich ich auf die neue Junggesellen-WG meines besten Freundes aus, die - wie sich das für eine Männer-Junggesellen-WG gehört - neben einem Kicker, einer Dartscheibe und einer Playstation auch mit einem Fernseher ausgestattet ist, der in etwa eine Bilddiagonale hat, die der Diagonale meines Kleiderschranks entspricht.

Pünktlich zum Wort zum Sonntag, das zu unser aller Amüsement ausnahmsweise schon um 20:55 live in Düsseldorf gesprochen wurde, fanden wir uns vor dem Fernseher ein, bei dem die Männer nach einigen Versuchen auch die richtigen Soundeinstellungen gefunden hatten. Ich befand mich in bester Gesellschaft. Ahnung vom Grand Prix hatte keiner von uns. Ein Kumpel meines besten Freundes kam um 22 Uhr dazu und war völlig überrascht: Er hatte gedacht, wir würden gemeinsam Formel 1 gucken.

Dafür dass ich keine Erwartungen an die Show hatte, war ich bestens unterhalten. Da wir selbst ein internes Voting durchführten, bei dem wir alle unsere Punkte verteilen und somit über unseren Favoriten abstimmen konnten, war die ganze Zeit Konzentration und Notizenmachen gefragt. Sonst konnte man bei den ganzen Boy Bands und den vielen osteuropäischen Staaten, deren Namen man sich kaum merken kann, schon etwas durcheinander kommen. Ich musste mindestens bei meiner endgültigen Punkteverteilung drei Mal nachfragen: "Was war noch mal die Ukraine? Die mit dem Sand?"

Und jeder hatte bei seiner Abstimmung ganz andere Kriterien. Während mir die coolen gelben Turnschuhe und das pinke Kleid bei den Esten gefielen, war John vor allem von den Seifenblasen und den Hintergrundeffekten der Schweiz beeindruckt. Lenas Auftritt und Song sagte uns allen nicht so richtig zu. Zu lahmer Song, seltsamer Tänzer im Hintergrund, altersmäßig unpassendes Outfit für Lena. Bei Lenas Platzierung tippten wir zwischen 7 und 15. John lag mit dem getippten 10. Platz absolut richtig. Ansonsten ließ es sich mal wieder bestens über die Franzosen (und auch Belgier) lästern, die im Gegensatz zu allen anderen 41 Ländern nicht in der Lage waren, ihre Punkte in englischer Sprache zu übermitteln

Was das Gesamtergebnis angeht, scheinen wir einen komplett anderen Musikgeschmack zu haben als die restlichen Europäer. Unsere Favoriten Estland, Bosnien & Herzigovina, Moldawien (wie lustig waren bitte die Hüte?!), Island und Spanien haben es nicht so weit nach vorn geschafft, wie wir uns das gewünscht hatten. Ganz zu schweigen von den Schweizer Seifenblasen, die außer John scheinbar nur ein paar Menschen in der Slowakei, Serbien und Großbritannien überzeugten, was dann leider nur für den letzten Platz reichte. Aserbaidschan tauchte übrigens in unserer kleinen Wertung überhaupt nicht auf. In unserer Runde hatte niemand dem Land, von dem keiner so richtig wusste, wo es eigentlich liegt, bis wir Carstens alten Schulatlas herausgekramt hatten, irgendwelche Punkte gegeben. Aber wer will schon einen Mainstreammusikgeschmack?! Das wäre ja völlig uncool.
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Freitag, 13. Mai 2011

Sushi!



Ja, ich weiß, man könnte denken ich bin die ganze Zeit nur am essen. Aber ich fotografiere nunmal gerne Essen und schreibe auch gerne darüber.
Heute: roher Fisch. Wie es sich für eine Prenzlbergerin gehört, mag ich Sushi total gerne und geh auch regelmäßig welches essen. Aus Nähe-Gründen mach ich das seit einiger Zeit im Sushi Number One in der Stargarder Straße und auch dieses mal hat sich mir wieder die Frage gestellt: Was hat es mit den 50%-Preisen auf sich?! Auf der Karte sind nämlich immer zwei Preise zu finden, ein schwarz geschriebener, völlig wahnwitziger, und ein rot geschriebener, die Hälfte billiger und damit bezahlbar. Das ganze ist nicht nur ein Eröffnungs-Trick, sondern schon seit Jahren so. Auch viele andere Sushi-Läden im Prenzlauer Berg machen mit bei der "50% auf Sushi"-Sache... warum? Die gebildeten Prenzlberger Akademiker-Schwaben lassen sich durch sowas doch wohl nicht auf die Dauer veralbern, oder? Vielleicht ist es inzwischen einfach Tradition und wer NICHT mitspielt, ist doof?
Na wie auch immer, das Sushi ist auf jeden Fall immer extrem lecker (besonders zu empfehlen: warme frittierte Big Rolls) und der Zitronengras-Ingwer-Eistee hat mich gleich zum Nachmachen inspiriert, Ergebnis: mmmh!


Übrigens hat meine Lieblings-Bloggerin Alix vor ein paar Tagen auch einen Sushi-Post verfasst. Etwas stylischer als meiner, aber so ist das eben, wenn man sich einen Sushi-Meisterkoch nach Hause einlädt...

Mittwoch, 11. Mai 2011

Rückmeldung

So, nach einer kleinen Kreativpause melden wir uns wieder ganz frisch (wenn auch nicht sonderlich erholt) zurück und bloggen jetzt wieder regelmäßig - Indianerehrenwort! ;)

Das habe ICH in der Zwischenzeit getrieben:


Naja, schön wär's... die meiste Zeit hab ich in stickigen Uni-Gebäuden oder Ämtern mit genervten Sekretärinnen verbracht. Aber gelegentlich darf man seine Uni-Texte auch mal in den Park mitnehmen und dabei dem Koffein-Laster ganz ausgiebig frönen. Warum ist Club Mate eigentlich ein solches Trend-Getränk geworden, ganz ohne Werbung? Und warum kennen es die meisten Nicht-Berliner überhaupt nicht?! Ich bitte um Antworten, damit ich mich endlich wieder wichtigeren Fragen (Wann beginnt Post-Postmodernismus? Ist Hyperrealität realer als Realität? Was mach ich zum Abendessen?) widmen kann.