Dienstag, 5. April 2011

Tipps von der Kaffeetante


Zurück aus Italien - womit fang ich nur an?! Zuallererst mit einem riesigen Dankeschön an meine großartigen Gastgeberinnen, die dafür gesorgt haben, dass ich mich immer wie zu Hause und nicht wie eine Touristin gefühlt hab!

An zweiter Stelle folgt: Kaffee. Wie ihr wisst ein für mich sehr wichtiges Thema, und nachdem ich schon von zwei der besten Cafés in Berlin berichtet habe, möchte ich noch zwei der besten Italiens vorstellen:
Das Bianco Latte in Mailand, genauer der Via Filippo Turati, das sich zwar als Latteria und Gelateria bezeichnet, deswegen aber nicht weniger guten Kaffee macht - aber ich schätze wenn man den nicht hinkriegt, kann man in Italien gleich wieder einpacken. Das Besondere am Bianco Latte ist aber, dass es nicht nur Kaffee, Eis und Essen verkauft, sondern Lifestyle. Damit meine ich, dass es sich, obwohl es nur diese eine Filiale gibt, inzwischen zu einer richtigen Marke entwickelt hat und Taschen, Süßigkeiten und allen möglichen anderen Kram mit dem Logo verkauft. Seit meinem letzten Besuch haben sie sogar noch angebaut und einen zusätzlichen Raum mit Deko- und Küchenutensilien eröffnet. Weil es so schön eingerichtet ist und vor liebevoller Details nur so strotzt, fühl ich mich im Bianco Latte immer sehr wohl. Trotzdem muss ich zugeben, dass auch hier die typisch italienische Kaffee-Trinken-und-Wegrennen-Hektik zu spüren ist, der ich doch die Gemütlichkeit der Berliner Cafés auf Dauer vorziehe.




Das zweite unbedingt sehenswerte Café befindet sich in Bologna, ganz versteckt in der kleinen Via Valdonica und heißt Camera a Sud. Dort gibt es außer Kaffee auch eine riesige Weinauswahl und sehr lecker duftende Salate und Pasta-Gerichte (ich hatte leider kurz vor dem Besuch was gegessen, konnte also nur zu den anderen Tischen hinüberschielen). Von der erwähnten Kaffee-Hektik ist hier nichts zu spüren und ich glaube ich weiß, woran das liegt: an den Büchern. Alle Wände voll davon, und die Bücher scheinen auszustrahlen:  "Hier kannst du dich gemütlich hinsetzen und lesen, du musst nicht gleich wegrennen, nachdem du im Stehen deinen Espresso hinuntergestürzt hast." Gut, die vereinzelten Sessel, die Lichterketten, Bilder und Spiegel (und Boxsäcke?!) tragen wahrscheinlich auch ihren Teil zur Atmosphäre bei.





Kommentare:

  1. So schöne Fotos. Ich brauche auch mal eine anständige Kamera!

    AntwortenLöschen
  2. Katha, toller Bericht!
    Du hast das "Camera da Sud" sehr passend beschrieben - und ich glaube, ich muss bald nach Mailand fahren, um mal das "Bianco Latte" zu testen!
    Bologna und ich vermissen dich!! :)

    AntwortenLöschen