Donnerstag, 17. März 2011

London # 3



Wie ihr sicher merkt, ich bin nicht die schnellste, was das Schreiben auf diesem Blog angeht. Aber wie heißt es noch gleich: Gut Ding will Weile haben. - Lahme Ausrede, ich weiß. Noch langweiliger als meine anderen Ausreden (Bewerbungen schreiben und Magisterarbeit).
Viel spannender war da doch unser Kurztrip nach London vor zehn Tagen, von dem Katha schon berichtet hat. Ja, sie ist da eindeutig schneller als ich. Und da behaupte ich im Vorstellungsgespräch auch noch, ich sei sehr schnell und sehr ungeduldig.
Wie auch immer: London ist immer wieder eine Reise wert. Es wird einfach nicht langweilig. Ich glaube, ich kenne keine andere Stadt, bei der es mir so geht. New York fand ich ja schon beim ersten Besuch doof. Nach Paris muss ich nach zwei Trips auch erstmal nicht mehr. Und bei einer Woche Rom habe ich mich so sehr gelangweilt, dass ich ein ganzes Reisetagebuch vollgeschrieben habe...

Bei London wird mir das einfach niemals so gehen. Es gibt immer wieder neue (oder auch alte Musicals) für wenig Geld anzuschauen. Dieses Mal (mein 10. Musicalbesuch in London) waren wir für je 19,50 Pfund in Chicago. Ich bin sehr stolz, meinen Freund, der sich eigentlich nicht für Musicals interessiert, dazu überredet zu haben. Und da das gesamte Ensemble zwei Stunden lang quasi nackt über die Bühne getanzt ist, war mein Freund gar nicht so unzufrieden mit der Show!
Ein zweiter Musicalbesuch mit meinem Bruder, der wesentlich musicalerfahrener ist als mein Freund (wir haben den gesamten Sommer 1995 lang zu meinem Sony Walkman Cats getanzt!), fiel leider ins Wasser. Wir hatten uns gerade auf den Lloyd Webber Klassiker "Les Misérables" geeinigt, den wir beide noch nie gesehen haben, als wir feststellen mussten, dass es in London sonntags nur Matinée-Vorstellungen gibt. Sonntagabende sind in Londoner Theaterhäusern das, was in Berlin die Montage sind. Schade!


Ebenso überrascht waren wir alle, als wir nach zweistündiger Suche auf der Oxford Street feststellen mussten, dass der große Borders Buchladen, an den wir alle wunderbare Erinnerung hatten, geschlossen hat. Ebenfalls sehr schade! Sechs Bücher für den Preis von vier habe ich mir dann in einem wesentlich kleineren Waterstones in der wunderschönen New Row kaufen.

Noch gefährlicher als Buchladen mit ihren verlockenden Buy-one-get-one-free-Angeboten waren für meine EC-Karte dieses Mal allerdings die vielen Filialen von HMV mit ebendiesen Angeboten. Waren CDs in London schon immer so billig? Mein dort erstandenes Paloma Faith-Album "Do you want the truth or something beautiful" höre ich seitdem rauf und runter. Auch im Büro, es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis es meine Kollegin aus unseren vergitterten Fenstern auf die Huttenstraße schmeißt. Aber selbst dann waren die sechs Pfund gut investiert.

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