Montag, 28. Februar 2011

Die Oscar-Nacht

 
Wenn man schon die ganze Nacht durchmacht um die Academy Awards zu gucken, dann richtig: in Abendgarderobe. Höchst stilvoll wurde dann zwar Sekt statt Champagner geschlürft, aber, naja, die Wirkung ist ja dieselbe. Das Catering im House of Fun war auf jeden Fall wieder großartig, höchstens das Angebot an Energy Drinks könnte zum nächsten Jahr hin vergrößert werden, damit keiner mehr zwischendurch wegnickt... Aber wie man sehen kann, war es dafür meistens viiiel zu spannend.


Mit den Awardgewinnern waren alle ganz zufrieden - wenn auch beim Tippspiel unsere weitgehende Ahnungslosigkeit entlarvt wurde. Aber wer weiß denn schon den Unterschied zwischen Sound Mixing und Sound Editing oder hat die ganzen Kurzfilme gesehen?!
Modemäßig gab es natürlich auch wieder viel zu sehen. Mehr noch als die einzelnen Outfits von Moderatorin Anne Hathaway hat mich allerdings ihre Geschwindigkeit beim Umziehen beeindruckt: gerade mal zwei Werbespots und schon stand sie da mit neuem Kleid, neuen Schuhen, neuen Ohrringen und sogar neuer Frisur. Wenn ich mal so schnell wäre... Enttäuschend dagagen fand ich die Moderation von James Franco, auf den ich mich richtig gefreut hatte. Er war nicht halb so charmant wie sonst und grinste die ganze Zeit leicht debil ein paar Meter NEBEN die Kamera - was war da los? Hat er vielleicht eine Pille zuviel gegen die Aufregung genommen? Hoffentlich sieht man ihn bald wieder im gewohnt unwiderstehlichen Zustand!
Wunderschön sah dagegen die hochschwangere Natalie Portman aus, tolles Kleid, großartige Troddel-Ohrringe und viel positive Ausstrahlung - ich glaube kaum einer hat ihr den Oscar nicht gegönnt.
Fazit: Das Schlafdefizit hat sich gelohnt!


                               (Fotos: flickr)

Sonntag, 27. Februar 2011

Sonntags im Mauerpark


Was macht man als Prenzlauerberger an einem sonnigen Sonntag? Natürlich, man geht in den Mauerpark und kauft coole Vintage-Sachen und Schmuck aus Naturmaterialien.... Aber mal ganz nicht-ironisch betrachtet ist der Flohmarkt im Mauerpark einfach schön - wenn auch etwas voll. Ich freu mich schon wieder auf die Freiluft-Karaoke im Sommer!
Zum Outfit: Wenn der Mauerpark-Besuch geplant gewesen wäre, hätte ich bestimmt nicht die Zign-Stiefel mit den 7cm-Absätzen angezogen...




Mittwoch, 9. Februar 2011

Mein Baby

So bewundernd anschmachten könnte ich meine wunderschöne neue ASOS-Tasche gerade stundenlang! Sie sieht nicht nur nach College-Look aus, sondern hat ein sehr praktisches DIN-A4-Format. Auf dem Weg zur Bibliothek musste ich allerdings meinen Laptop in den Rucksack meines Freundes auslagern, so groß ist sie dann auch wieder nicht.
Außerdem ist die Tasche wohl für Mädels mit Model-Maßen, also um die 1,80cm Körpergröße, konzipiert – der Schulterriemen ist nämlich so lang, dass mir die Tasche an den Knien baumelt! Naja, nichts was Mister Minit nicht ändern könnte.


Dienstag, 8. Februar 2011

Dienstagabend im Yogatantenstadtteil

Wie bereits erwähnt, wohnen wir im Prenzlauer Berg. Und im Prenzlauer Berg machen alle Frauen, wie auch schon Jochen-Martin Gutsch festgestellt und kommentiert hat, Yoga. So auch ich. In diesem Zusammenhang kommt natürlich die Frage auf, was zuerst da war- eine typische Huhn oder Ei-Fragestellung. Bin ich vor fünf Jahren nur in den Prenzlauer Berg gezogen, weil ich unbewusst schon immer darauf gebrannt habe, meine Abende mit Sonnengrüßen zu verbringen, auch wenn damals, vor fünf Jahren mein idealer Abend aus zwei bis drei Flaschen Sekt und einem Ausflug in den Duncker bestand? Oder hat mich das Leben hier im gesundheitsbewussten Prenzlauer Berg zwischen lauter Yoga-Ökos gegen mein eigentliches Naturell zum Yogi gemacht? Wie auch immer es war, es war ein schleichender Prozess. Alles fing an mit einem Kundalini-Yogakurs des Unisports während der Semesterferien, bei dem ich in der ersten Stunde einen Lachanfall bekam, als wir eigentlich Mantras singen sollten. Es folgten weitere harmlose Unisportyogakurse und führte schließlich zu einer überteuerten Fitnessstudiomitgliedschaft, die ich hauptsächlich nutze, um mindestens ein Mal die Woche einen der (ja, ich habe gerade nachgezählt) elf Kurse besuchen. Ich brauche das! Zum Entspannen!

Heute ist Dienstag. Dienstag ist einer meiner Yogatage. Ich habe das Büro extra pünktlich um 17 Uhr verlassen, um rechtzeitig zu Hause zu sein, mir noch eine gesunde Suppe zu kochen (ja, Yogatanten müssen so was Gesundes essen, das gehört zum Yoga-Gesamtpaket), die gesunde Suppe zu essen, mein Sportzeug zu packen und den Weg ins Fitnessstudio zu Fuß (mein Rad hat seit dem Schnee- und Eiswinter zwei Platten) mit meiner schweren Sporttasche zu bewältigen.

Ich war pünktlich da, pünktlich umgezogen und pünktlich mit meiner Yogamatte unterm Arm unterwegs von der Umkleidekabine in den Yogaraum. Genau wie zahlreiche anderen Prenzlberger Yogatanten (es sind sogar Männer darunter) auch. Auf halbem Weg erreicht uns die schockierende Nachricht. Die Yogalehrerin sei krank. Und die Vertretung auch. Heute kein Yoga. So ein Schock war für die Prenzlberger Yogafraktion auf den Gemüsesuppenmagen nur schwer zu ertragen. Was sollten wir tun?! Ein Dienstagabend ohne Yoga? Völlig unvorstellbar. "Ich habe mich so drauf eingestellt!" - "Ich habe extra früher Feierabend gemacht!" - "Ich habe sogar eine Verabredung verschoben!" - "Ich habe den ganzen Tag meine Sporttasche mit mir herumgetragen!"

Völlig unentspannte Überforderung. Wir wussten nichts mit uns anzufangen.

Von meiner psychologiestudierenden Mitbewohnerin (korrekt müsste es an dieser Stelle heißen: von meinen psychologiestudierenden Mitbewohnerinnen --> es werden immer mehr) habe gerade vor einigen Tagen gelernt, dass es ein Zeichen für Asperger sei, wenn man mit damit umgehen könne, wenn Dinge nicht so passieren, wie man sie sich vorgenommen hat. Es scheint mir, als treffe dieses Kriterium auch bei echten Yogatanten zu...

Einen anderen Kurs zu besuchen oder wie viele andere Menschen im Fitnessstudio einfach an die Geräte zu gehen, kommt für Yogatanten nicht nur aus Überzeugung nicht in Frage. Wir hätten auch gar nicht gedurft. Denn wie jeder weiß, macht man Yoga barfuß. Alle anderen Angebote des Fitnessstudios sind aus versicherungstechnischen nur mit Turnschuhen zugängig.

Aber echte Yogatanten hören nun mal auf ihren Körper. Und der war nun mal auf Yoga eingestellt. Also wurde der Muskelmann am Tresen trotz Sicherheitsbedenken überredet, den harten Yogakreis auch ohne Lehrerin in den Raum zu lassen. So fand ich mich mit einer Wirtschaftsjournalistin einer überregionalen deutschen Tageszeitung und einem RTL-Serienschauspieler zu dritt im Yogaraum wieder. Natürlich war ein Schauspieler dabei. Schließlich sind wir hier im Prenzlauer Berg! Während wir versuchten für unser Yogagewissen, auch ohne Vorturnerin wenigstens ein paar Sonnengrüße, Krieger, Heuschrecken, Räder und alle Übungen, die uns sonst noch so einfielen, zu durchlaufen, konnten wir uns heute ausnahmsweise auch unterhalten. Über die undurchsichtige Preispolitik des Fitnessstudios, Kölner Karneval, die Bombenwarnung im Fitnessstudio vor einigen Wochen, das Oktoberfest und Turnbeutelvergesser in der Grundschule. Ein Yoga-Kaffeeschlatsch.

Und zum Schluss stellten wir fest: Wir sind nicht nur Yogatanten. Wir sind sogar Yogastreber!



Montag, 7. Februar 2011

Lieblingsbilder aus Stockholm

In Erinnerung an ein paar wunderschöne und sehr sehr heiße Tage letzten August... Die Auswahl ist mir ganz schön schwer gefallen, also vielleicht gibt's irgendwann in der Zukunft mal einen Post mit der B-Mannschaft der Schweden-Fotos!







Unikatkantine

Gerade hat der bei dawanda untergekommene Shop seinen zweiten Geburtstag gefeiert – Glückwunsch! Ich habe letzten Sommer den Stand mit den schönen selbstgemachten Schmuckstücken auf dem Flohmarkt im Mauerpark entdeckt und schaue seitdem regelmäßig vorbei. Egal was man gerne am Ohr baumeln haben möchte – Pflanzen, Tiere, aber auch Gießkannen, Obstsalat, Zahnpastatuben oder Wäscheklammern (natürlich im Kleinformat) – bei Unikatkantine wird man fündig. Toll ist aber auch die Auswahl an sehr kreativen Uhrenketten.

Ich besitze zwei oft getragene Blätterketten aus dem Unikatkantine-Sortiment und da gibt’s nix zu meckern!



Sonntag, 6. Februar 2011

Das sind wir – The Country Wives

Da wir beide unverheiratet und (Wahl-)Berlinerinnen sind, besteht beim Namen des Blogs wohl Klärungsbedarf. The Country Wife ist eine Komödie von William Wycherly, bei deren Aufführung wir uns zum ersten Mal begegnet sind. Wir haben schnell festgestellt, dass uns nicht nur die Liebe zum englischsprachigen Theaterspiel verbindet, sondern auch die Wohngegend im viel kommentierten Prenzlauer Berg (allerdings im cooolen Teil, dem skandinavischen Viertel), die Kaffee-Sucht, die für den Pony zuständige Friseurin und vieles mehr...


Ich, Sara, bin ursprünglich ein Landei, was meine Vorliebe für Zeltpartymusik erklärt. Nach 19 Jahren zwischen den Apfelplantagen hinterm Deich habe ich mich dann für ein Studium in Berlin entschieden. Bei mir steht der 26. Geburtstag in diesem Sommer an. Davor habe ich hoffentlich endlich meine Magisterarbeit (ein echtes Jahrhundertprojekt) abgegeben. Und danach werde ich entweder ARD-Korrespondentin in London oder arbeitslose Geisteswissenschaftlerin. Mal schauen.

Ich mag: alles, was pink ist; private Partys mit Bowle und Buffet; Kino in OV; Musicals; Doc Martens; englische Weiberromane; Kathas Käsespätzle; meine Ohrringsammlung, die Entspannungsphase nach anstrengenden Yogastunden; Roadtrips; das britische Königshaus, Bree-Taschen; Tatortabende in der WG

Ich mag nicht: schlechten Service; den deutschen Außenminister; die Haare und das Fauchen von Kathas Katze; den verkalkten Wasserkocher im Büro; Ohrringe verlieren; das Prüfungsamt meines Fachbereichs; How I Met Your Mother im deutschen Fernsehen; früh aufstehen; Kümmel; wenn mir langsame Leute direkt vor den Füßen laufen

Meine drei Wünsche an eine Fee mit Glitzerzauberstab:
Ein begehbarer Kleiderschrank, eine Gruppe Heinzelmännchen für die WG, ein Bewerbungscoach


Ich bin Katha, 27 Jahre alt, Literatur-Studentin und Inhaberin diverser Nebenjobs, von denen ich bestimmt das ein oder andere Mal erzählen werde. Genetisch bedingt bin ich eine hervorragende Spätzleköchin und berlinbedingt geb ich zu viel Geld für Klamotten, Konzerte und Essen aus und obwohl ich angeblich keine italienischen Erbanlagen besitze, bin ich höchst italophil...

Ich mag: Kaffee; Dinge mit Schleifen dran; meine Katze; Taschen; Schuhe; Vampire; Schweden; italienische Essenszeiten; Siri Hustvedt; den Vietnamesen in der Stargarder Straße; mein Glätteisen; Roberto Saviano; meine Canon-Kamera

Ich mag nicht: dass alle meine Uni-Mitschriften rote Nagellack-Streifen haben, Twilight, wenn meine Katze meine Schuhe frisst, Hugh Jackman, Spinnen, dass ich alle Pflanzen zum Sterben bringe, Marzipan, wenn Leute im Fitnessstudio laute Geräusche machen, Berlusconi, Ryanair